Die berufliche Zukunft kann schnell beendet sein, wenn unversehens eine schwere Krankheit oder ein Unfall auftritt. Bei Berufsunfähigkeit kann das gesamte Einkommen quasi über Nacht wegfallen. Die gesetzliche Rentenversicherung hilft zwar denjenigen, die überhaupt nicht mehr arbeiten können, aber auch nur sehr ungenügend. Vielen bleibt dann nur noch der Weg zum Sozialamt. Wer sich rechtzeitig vor einer solchen Notlage schützen möchte, sollte eine sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Durchschnittlich sind laut einschlägigen Statistiken um die 40 Prozent der berufstätigen Bundesbürger gefährdet von Berufsunfähigkeit betroffen zu werden. Grundsätzlich sind nicht nur Beschäftigte, die einen gefährlichen Beruf ausüben diesem Risiko ausgesetzt. Eine BU-Versicherung kann im Krankheitsfall für finanziellen Ersatz sorgen. Diese private Versicherung ist vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben, sondern freiwillig abzuschließen. Ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit zahlt das Versicherungsunternehmen eine vertraglich festgelegte monatliche Rente. Dieser Betrag ist auch von den vereinbarten Vertragsleistungen abhängig. Empfehlenswert ist es Dreiviertel des letzten Netto-Einkommens abzusichern. Auf diese Weise können die Versorgungslücken abgedeckt werden.

Ist die Versicherung bei Berufsunfähigkeit eigentlich sinnvoll?

In der Regel ist diese Art der Versicherung für alle Beschäftigen lohnenswert. Ob es sich dabei um einen Angestellten, Arbeiter, Arbeitgeber oder sogar Selbstständigen handelt. Wer einen belastenden Beruf ausübt, der hat selbstredend ein höheres Risiko. Zu diesem Personenkreis zählen unter anderen Handwerker, Bauarbeiter, Feuerwehrleute, Pflegeberufe und ähnliches. Gerade in der letzten Zeit ist immer wieder vom Burnout-Syndrom die Rede, das oft mit Depressionen einhergeht. Allein auf die staatliche Erwerbsminderungsrente ist kein Verlass. Diese zahlt lediglich einen sehr geringen monatlichen Betrag aus. Dabei wird in drei Stufen unterschieden. Bei der vollen Erwerbsminderungsrente arbeitet der Betroffene 3 Stunden am Tag und erhält ungefähr 30 % seines letzten Netto-Einkommens. Wer zwischen drei und sechs Stunden täglich arbeiten kann, bekommt 15 %. und wer täglich 6 Stunden arbeiten kann, bekommt keine Erwerbsminderungsrente vom Staat.

Eine Definition von Berufsunfähigkeit

Derjenige ist berufsunfähig, der seinen Beruf aufgrund von Krankheit, Unfall oder gar Invalidität nicht mehr ausüben kann. Auch hier gibt es eklatante Unterschiede zwischen Berufsunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit. Im Fall von Berufsunfähigkeit ist der Betroffenen nicht mehr fähig seinen Beruf weiterhin zu praktizieren. Handelt es sich bei ihm um eine Arbeitsunfähigkeit, dann ist er nur für eine bestimmte Zeit nicht in der Lage seinen Beruf nachzugehen. Und bei der Erwerbsunfähigkeit ist er nicht mehr fähig zu arbeiten und das in keinem Beruf.

Welche Leistungen bietet die BU-Versicherung?

Wer mindestens ein halbes Jahr aufgrund von Krankheit 50 Prozent der Arbeit nicht mehr verrichten kann, dann kann er dies seinem Versicherungsunternehmen melden und eine Berufsunfähigkeitsrente beantragen. Der Versicherer zahlt dann die monatliche Rente an den Kunden aus. Das Eintrittsalter spielt bei der BU-Versicherung eine besondere Rolle. Je früher der Vertrag abgeschlossen wird, desto günstiger fallen die Beiträge aus. Manche Versicherer bieten auch eine sogenannte Beitragsrückerstattung an. Wer nicht berufsunfähig geworden ist, kann sich die Beiträge zurückerstatten lassen.
Ohne die entsprechende Gesundheitsprüfung beziehungsweise Gesundheitsfragen, kann die BU-Versicherung nicht abgeschlossen werden. Der Gesundheitsstatus gehört zu den erforderlichen Fragen, die jeder Versicherungsanbieter stellt. Manche stellen nur einige wenige Fragen, wohingegen andere sehr detailliert nachfragen. Anschließend werden die Beiträge festgesetzt.